Mittwoch, 28. Juni 2017

MeMadeMittwoch im Knip-Baukastenkleid

Ein weiteres Lieblingskleid ist bei "Sewing at the Mähdrescher" im Mai entstanden. Genäht habe ich ein sogenanntes Baukastenkleid, d.h. aus einzelnen Elementen kann man sich sein gewünschtes Modell zusammensetzen. In der Knip bzw. Fashion Style gibt es immer wieder solche Baukastenmodelle. Meines ist aus einer Fashion Style aus 2015.

Der Stoff ist ein wahrer Traum vom Fabrikverkauf von Marc Aurel in Verl. Ein etwas kreppiger Viskosestoff mit einem wunderschönen Druck.

Das Kleid ließ sich sehr einfach nähen, nur der Saum hat mich echt verzweifeln lassen. Ich hatte ihn schon mit einem Schrägband verstürzt aber das hat so schlimm gestippt, dass ich das Schrägband wieder abgetrennt habe und einen ganz schmalen Saum genäht habe.

Auch war ich mit der Passform des Oberteiles nicht so richtig zufrieden. Aber ein geübter Blick meiner Nähfreundin Frau Fädchen - die Schulternähte müssen angehoben werden - zack: zwei Stecknadeln gesetzt und die Passformmängel waren beseitigt.

Beim heutigen MeMadeMittwoch zeigt Claudia ihr liebstes - und wunderschönes - Urlaubskleid und spricht nochmal ein paar klare Worte zu den MMM-Regeln. Es ist mir einfach nur unverständlich, dass das überhaupt noch nötig ist.

Mittwoch, 21. Juni 2017

MeMadeMittwoch im Lieblings-Kleid

Vor einigen Wochen zeigte Katharina von Sewing Addicted beim MeMadeMittwoch ein ganz wunderbares Webstoff-Knotenkleid aus der Zeitschrift Knip. Als ich das Kleid sah, wusste ich schlagartig, was ich beim Nähwochenende bei meiner lieben Nähfreundin Frau Wildnaht in liebster Gesellschaft nähen wollte. Zum Glück habe ich die Zeitschrift Knip 05/2017 bereits im Mai in Maastricht gekauft, denn die Fashion Style, die dem Mai-Knip-Heft entspricht, erscheint erst Ende diesen Monats.


Obwohl ich einige leichte Flutsch-Sommerstoffe im Bestand habe, war von keinem genug Stoff vorhanden und so kaufte ich mir noch 3m eines schönen Viskose-Webstoffes bei Stoff und Stil in Köln.

Die Nähanleitung, insbesondere auf niederländisch, ist echt nicht ohne. Bis ich erst mal verstanden habe, wie das mit dem vorderen Oberteil funktioniert, oh Mann! Wenn der Groschen aber mal gefallen ist, ist es eigentlich ganz einfach. Wie eigentlich bei allem....

Ich liebe dieses Kleid! Für mich ist es die perfekte Kombination von Schnitt und Stoff. Ich fühle mich sehr wohl darin, schön weiblich und luftig und dennoch absolut bürotauglich.

Beim MeMadeMittwoch ist heute Siebenhundertsachen Gastbloggerin und zeigt, dass Anna auch ein sehr gutes Umstandskleid sein kann.

Montag, 15. Mai 2017

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank: Mustermix-Kleid à la Gucci

Die von Monika und Yvonne ins Leben gerufene Aktion "Vom Laufsteg in den Kleiderschrank" habe ich bisher immer sehr interessiert mitverfolgt. Da sich mein Runway-Designer-Wissen eher auf die Besucher der Front Row beschränkt (aus einer in einem Wartezimmer oder beim Friseur konsumierten Gala o.ä), habe ich Designer-Modelle für mich persönlich noch nicht in Betracht gezogen.

Am vergangenen Freitag war ich jedoch auf dem Markt in Maastricht und fand an einem Stoffstand Viskose-Polyester-Stoffe für 2,- den Meter. Der weißgrundige Stoff mit dem ornamentalen blauen Muster stach mir natürlich sofort ins Auge. Und genauso schnell kam mir die Erinnerung an ein Gucci-inspiriertes Mustermix-Kleid aus einer der letzten Fashion-Style Ausgaben.


Zu mir passt das zweite Modell definitiv besser. Ich habe hier an Raven aus der LMV als Basis gedacht.  Gerne ausprobieren würde ich, den Ärmel auf Kurzarmlänge zu kürzen und einen nicht zu üppigen Volant anzusetzen. Eine Saumblende soll mein Kleid auf jeden Fall bekommen, ob glatt oder etwas angekräuselt weiß ich noch nicht. Und anstelle des schalartigen Bindebandes würde ich liebe eine Schleife an das Ende des V-Ausschnittes setzen. Kleinere Schleifen mit langen Bindebändern habe ich bei Gucci häufig gesehen.
Sorry, ich kann nicht zeichnen. So in der Art könnte ich mir das Kleid vorstellen. Ob ich die Schleife wirklich haben möchte, kann ich später entscheiden. So auf der Zeichnung kommt mir das zu süßlich rüber. Und ob die zwei Stoffe tatsächlich zu einem Mustermix taugen? Zur Zeit bin ich da noch sehr unsicher, aber mutig genug, mal was Neues zu probieren. Für Eure Meinungen und Ideen bin ich sehr dankbar.

Bei Yvonne treffen sich ab heute alle für die 3. Runde der Laufstegnäherei.

Mittwoch, 3. Mai 2017

Blumen zum MeMadeMittwoch


Wenn ich schon Fotos für den mmmay17 mache, kann ich ja eigentlich auch beim MeMadeMittwoch mitmachen. Extra zum heutigen Blumen-Motto habe ich meinen Schrank durchforstet und das ist exakt das einzige Kleidungsstück mit Blumen, mal abgesehen von dem ein oder anderen Sommerkleid.

 Das Blusenshirt nach einem Burdaschnitt habe ich schon vor letztes Jahr bei der Brot&Butter Aktion genäht. Es ist kein Lieblingsstück, kommt aber immer wieder zum Einsatz. Bei der Hose handelt es sich um eine meiner Ginger-Jeans.
 Die Ärmel und das breite Bündchen (was man gar nicht so richtig erkennen kann) sind aus Viskosejersey, Vorder- und Rückenteil aus Viskose-Webware.
Für den diesjährigen mmay habe ich mir (schon wieder) vorgenommen, auch mal mehr Accessoires einzubauen. Heute habe ich ein paar Ohrringe an, die ich bei einem Kunstglaser in Volterra in Italien gekauft habe. Leuchten die nicht toll?

Freitag, 21. April 2017

Blusenshirts - Linkliste und Erfahrungen

Erinnert Ihr Euch noch an meinen Post vom letzten Jahr? Ich habe damals 3 verschiedene Schnitte für Blusenshirts, Shirtblusen, Blusentops oder wie auch immer man diese unkomplizierten, luftigen Sommeroberteile auch nennt, genäht und getestet.

Bei meinem Test hatte mich die bei zwei Shirts unruhige Rückfront sehr gestört. Im Nachhinein kann ich jedoch dazu sagen, dass dies der Fotopose geschuldet war. Wenn ich meinen Arm mit dem Auslöser nicht so komisch nach hinten verdreht habe, waren da nämlich keine Falten. So weit, so gut.

Der Favorit bei Euch war das Blusenshirt aus der Fashion Style mit den kleinen Falten am Ausschnitt. Und was soll ich sagen: das ist im Praxistest komplett durchgefallen. Extremer Zuppelalarm und Einblicke bis zum Bauchnabel, nein danke.

Das Kimonotop aus der Ottobre war der kleine Überraschungssieger. Da es etwas körpernaher geschnitten ist, als die anderen Schnitte, habe ich dieses Blusenshirt häufig unter z.B. meinem Morrisblazer oder auch anderen Jacken getragen. Aber auch solo, hat es eine gute Figur gemacht.

Das Blusenshirt Frau Mia von Schnittreif habe ich auch noch ein wenig modifiziert. Ich habe den Ausschnitt wirklich nur einen cm kleiner genäht und schon konnte ich mich darin auch freier vorbeugen. Das Shirt habe ich sehr gerne und oft getragen, da es wirklich einen schönen lässigen und zeitgemäßen Style hat.

Letztes Jahr hat fast zeitgleich mit mir Elke von Ellepuls ebenfalls einen Vergleich zu vier verschiedenen Schnitten für Shirtblusen gepostet. Sie hat vier andere Schnitte unter die Lupe genommen als ich, so dass wir also auf noch mehr Erfahrungen zurückgreifen können. Ihr Post ist hier zu finden. Sie hat Belcarra von Sewaholic, das Onyx-Shirt von Paprika Patterns, das Scout-Tee von Grainline Studios und einen Burdaschnitt aus dem Heft 04/2013 genäht und darüber berichtet.

In diesem Zusammenhang bin ich dann auch noch auf einen Post von Miss Margerite gestoßen, in dem sie sich ebenfalls mit Schnitten für Shirtblusen/Blusenshirts auseinandersetzt.

Eine wahre Fundgrube für Blusenshirts aus Webstoff ist der Blog von Ännisews. Am besten Ihr seht Euch selbst mal bei ihr um. Exemplarisch möchte ich jedoch auf Ella von So!Pattern, Frau Nina von Schnittreif,  HappyMe von FinasIdeen und Frau Julie aus Webware von Schnittreif hinweisen.

Ein Klassiker wurde vor kurzem neu aufgelegt: das Sorbetto Top von Colette Patterns. Auch das Sorbetto ist ein schnell genähtes Webstoff-Shirt. Küstensocke ist meine persönliche Sorbetto-Queen. Sie hat das Shirt schon häufig genäht, so dass ich hier stellvertretend für alle eines verlinke.
Hier habe ich noch einige Ideen für Abwandlungen des Sorbetto Tops gefunden. Hat schon eine das Sorbetto nach dem neu überarbeiteten Schnitt genäht?

Gerne nehme ich in diese unvollständige Liste, weitere Links zu genähten Blusenshirt, Shirtblusen oder wie auch immer - Ihr wisst ja nun, was ich meine- auf, denn auch wenn die Temperaturen gerade ganz schön in den Keller gegangen sind: der nächste Sommer kommt bestimmt!

Edit:

Bella hat mich auf einen kostenlosen Download-Schnitt von Burda hingewiesen: das Port-Elizabeth-Top. Vielen Dank Bella!

Mittwoch, 19. April 2017

MeMadeMittwoch im Weed-Tuuli


Mit Tuuli ging es mir so, wie den Meisten: die Veröffentlichung bei Named Clothing hat mich überhaupt nicht angesprochen...ich musste erst einige Umsetzungen bei meinen geschätzten Näh-Bloggerinnen-Kolleginnen (z.B. hier oder hier oder hier oder hier) entdecken.

In meiner Größe benötige ich lt. Anleitung knapp 3m Stoff. Die habe ich nicht gebraucht (knappe 2,50m)  obwohl ich das Kleid in Originallänge gelassen habe. Da ich aber nicht so ein großes Stück Jersey im Vorrat hatte, musste ich mir Stoff besorgen (haha). Bei Alfatex habe ich diesen Viskosejersey für 5,- Euro den Meter ergattern können. Da ich erst mal schauen wollte, ob mir der Schnitt an mir gefällt, wollte ich nicht so viel Geld ausgeben. Farblich fällt der Stoff komplett aus meinem üblichen Schema, aber er gefällt mir und ich finde ihn auch an mir o.k. Meine Schwester machte mich darauf aufmerksam, dass das Grün exakt dem Grün meiner Augenfarbe entspricht, na dann...Meine Kinder haben unabhängig voneinander beide gelacht und gesagt, dass das Stoffmuster nach Mariuhana bzw. Weed aussähe...nicht wirklich aber irgendwie doch.

Das Kleid lässt sich sehr gut und schnell nähen. Die Umsetzung mit der Belegverarbeitung fand ich ebenfalls sehr einfach und gut. Auf eine Doppelung des Oberteiles wollte ich verzichten, da mir das sonst schnell mal zu warm wird.

Ich trage das Kleid sehr gerne und werde mir ganz bestimmt noch ein oder zwei Kleider nach diesem Schnitt nähen. Der weite Rock, der so schön um die Beine schwingt beim Gehen, aber gar nicht aufträgt, gefällt mir sehr.

Heute moderiert Claudia den Me Made Mittwoch ebenfalls in Tuuli. Euch allen einen schönen Mittwoch.

Freitag, 31. März 2017

Shirts, Shirts, Shirts

Ende Februar habe ich meinen Kleiderschrank radikal ausgemistet. Alles, was nicht mehr passt, nicht mehr "schön" ist und nicht getragen wird, ist rausgeflogen. Shirts trage ich sehr viel und deshalb haben diese auch nur eine relativ geringe Lebensdauer. Der wöchentliche Waschmaschinen-Gang setzt den Shirts auch ordentlich zu. Es war also an der Zeit für Nachschub. Kein Problem, denn Shirts nähe ich sehr gerne, wie ich hier schon einmal erzählt habe.

Ich hatte mir gedanklich schon mal einen Plan gemacht. Dann die Stoffe gesichtet und dann ging der Zuschneide-Marathon los. Bei Shirts mache ich es gerne so, dass ich wirklich stapelweise zuschneide und dann weg nähe, sobald sich etwas Zeit zum Nähen ergibt. Entstanden sind 4 Langarmshirts und 4 kurzärmlige T-Shirts.


1. Ich habe mir nochmal einen Sloane Sweater getoasted. Der Stoff ist vom Stoffschrottplatz in Münster und ist sehr elastisch und sehr leicht.Dieses Shirt fällt daher auch viel lockerer als das erste Modell.


2. Dieses Shirt ist nach einem Schnitt aus der Fashion Style. Es ist sehr oversized geschnitten und hinten länger als vorne mit abgerundetem Saum. Bei Bedarf suche ich gerne die Heft-Nr. raus.
Der Stoff stammt von  meinem Besuch des Maastrichter Marktes, den ich mit Karin am Karnevalsfreitag unternommen habe. Die Struktur des Stoffes ist ganz toll. Er ist sehr weich und in sich strukturiert. Davon hätte ich mir mehr mitnehmen sollen.

3. Dieses Shirt ist nach dem Schnitt Onion 5032 entstanden und bei mir schon sehr lange und immer wieder im Repertoire. Das Shirt kann man sehr gut, sowohl mit Rock als auch mit Hose tragen.
Auch dieser Stoff stammt aus Maastricht. Es ist ein feiner rosenholzfarbener Viskosejersey mit kleinem Ajourmuster. Farblich dazu passend habe ich mir in Maastricht ein sehr schönes Lederimitat gekauft, dass darauf wartet zu einem Rock verarbeitet zu werden.

4. Das letzte Langarmshirt ist nach meinem Basis-Schnitt Fanö von Schnittreif entstanden. Hier habe ich auch ausnahmsweise mal wieder die Passe extra zugeschnitten, was ich sonst fast nie mache. Um den Streifenstoff etwas aufzubrechen habe ich eine dunkelblaue Paspel zwischen Passe und unterem Vorderteil mitgefasst, ein dunkelblaues Halsbündchen angenäht und sämtliche Saumnähte mit einem dunkelblauen Fake-Coverlock-Stich genäht.

5. Dieses Shirt hatte ich in ähnlicher Art schon mal, aber ich musste es aussortieren (s.o.). Was habe ich mich gefreut, als ich gesehen habe, dass es den Loveboat-Jersey wieder zu kaufen gibt. Eigentlich habe ich es ja nicht so mit den Musterjerseys, aber dieses Motiv liebe ich. Der Halsausschnitt und die Ärmelsäume sind mit elastischer roter Paspel verstürzt. Es ist wieder der Schnitt Fanö.

6. Dieses Shirt habe ich schon in rot-weiß gestreift und es hat im letztjährigen Me Made May viel Anklang gefunden. Es ist der Schnitt Onion 5038. Die Knopfleiste habe ich zu- und die Knöpfe nur zur Zier aufgenäht.

7. Hier noch einmal Ringel in rot-weiß (von dem Stoff habe ich 3 Meter gekauft, sollte mal ein Kleid werden). Wieder Fanö von Schnittreif. Halsausschnitt und Ärmelsäume mit weißer elastischer Paspel verstürzt.

8. Auch ein Schnitt, den ich immer wieder gerne auch für Shirts nehme ist Alma von Sewaholic. Der Stoff ist ein staublila Bio-Baumwolljersey von Stoff&Stil. Das besondere an diesem Shirt ist die Perlenstickerei auf Hals- und Ärmelsaumblende. Die Idee habe ich mir von Alabama Chanin geholt und farblich passende Stiftperlen aufgenäht. Natürlich ist der Aufwand größer, als wenn ich nur ein Bündchen angenäht hätte, aber ich finde, dass es doch recht schnell ging. Einzig das Einfädeln des Fadens in die dünne Perlnadel habe ich nur unter meiner Tageslicht-Arbeitslampe mit 3 Dioptrin-Lupe hinbekommen

Jetzt verfüge ich wieder über eine solide Shirt-Ausrüstung im Schrank, habe aber trotzdem schon wieder neue Ideen für andere Shirts im Kopf.